StartLeistungenIT-SicherheitBrother-Drucker-Sicherheitslücke

Brother-Drucker-Sicherheitslücke (CVE-2024-51978): So prüfen und sichern Sie Ihre Geräte

Die Brother-Schwachstelle CVE-2024-51978 (CVSS 9,8) lässt sich bei Bestandsgeräten nicht per Firmware-Update beheben – betroffen sind 748 Modelle. Mit wenigen Schritten sichern Sie Ihre Drucker ab; auf Wunsch übernehmen wir das für Ihren Betrieb.

Schwachstellen

Die Schwachstellen im Überblick

Sicherheitsforscher von Rapid7 haben im Juni 2025 acht Schwachstellen in Multifunktionsdruckern aufgedeckt. Die beiden wichtigsten: **CVE-2024-51978 (kritisch, CVSS 9,8)** – das Standard-Administrator-Passwort wird durch eine vorhersehbare Umwandlung der Seriennummer erzeugt. Angreifer, die die Seriennummer kennen, können das Passwort berechnen und das Gerät vollständig übernehmen. **CVE-2024-51977** ermöglicht das Remote-Auslesen ebendieser Seriennummer – die beiden Lücken greifen also ineinander.

Mit dem berechneten Admin-Passwort lassen sich gespeicherte Scans und Adressbücher auslesen, Zugangsdaten hinterlegter Dienste abgreifen und der Drucker als Sprungbrett ins Firmennetz nutzen.

Kernproblem

Warum diese Lücke dauerhaft bleibt

Brother hat bestätigt: CVE-2024-51978 lässt sich bei bereits produzierten Geräten nicht vollständig per Firmware-Update beheben, weil die Standard-Passwörter im Herstellungsprozess aus der Seriennummer generiert werden. Nur Geräte aus einem geänderten Herstellungsprozess sind ab Werk geschützt. Für alle Bestandsgeräte gilt deshalb: Die einzige zuverlässige Abhilfe ist die manuelle Änderung des Admin-Passworts. Das macht das Thema zu einem Dauerthema für jede IT-Inventur – nicht zu einer einmaligen Warnmeldung.

Betroffenheit

748 betroffene Modelle – auch andere Hersteller

Das Ausmaß geht über Brother hinaus, denn baugleiche OEM-Geräte anderer Marken nutzen dieselbe Technik. Betroffen sind laut Rapid7:

  • 689 Brother-Geräte (Drucker, Multifunktionsgeräte, Etikettendrucker).
  • 46 Fujifilm Business Innovation Modelle.
  • 5 Ricoh-Drucker.
  • 2 Toshiba-Geräte.
  • 6 Konica Minolta-Modelle.
  • Brother stellt eine offizielle Betroffenheitsliste bereit. Prüfen Sie auch Geräte, auf denen ein anderes Logo klebt – OEM-Modelle werden bei der Inventur häufig übersehen.

Absicherung

So sichern Sie Ihre Brother-Drucker in 4 Schritten

  1. 1
    Schritt 1: Bestandsaufnahme

    Erfassen Sie alle Drucker und Multifunktionsgeräte im Unternehmen mit Modell- und Seriennummer – inklusive OEM-Geräten anderer Hersteller. Gleichen Sie die Liste mit der Brother-Betroffenheitsliste ab.

  2. 2
    Schritt 2: Admin-Passwort ändern

    Ändern Sie das Standard-Administrator-Passwort jedes betroffenen Geräts über die Weboberfläche oder das Bedienfeld – auf ein individuelles, starkes Passwort je Gerät. Dieser Schritt schließt die kritische Lücke; dokumentieren Sie die neuen Zugänge sicher, etwa im zentralen Password-Management.

  3. 3
    Schritt 3: Firmware aktualisieren

    Spielen Sie die aktuelle Firmware ein – sie behebt die übrigen Schwachstellen der Rapid7-Recherche und gehört ohnehin zur regelmäßigen Gerätepflege.

  4. 4
    Schritt 4: Netzwerkzugriff einschränken

    Deaktivieren Sie nicht benötigte Dienste, erlauben Sie den Verwaltungszugriff nur aus dem Admin-Netz und nehmen Sie Drucker in ein eigenes Netzwerk-Segment. So bleibt ein kompromittiertes Gerät ein Einzelfall statt ein Einfallstor.

Ihr nächster Schritt

Sprechen Sie mit unseren Experten.

Wir beraten Sie persönlich – vor Ort in Hamburg und Schleswig-Holstein oder per Fernwartung.

Kundenstimmen

Echte
Erfolgsgeschichten.

Wir helfen mittelständischen Unternehmen, Organisationen, Kanzleien und Praxen bei der Digitalisierung und schützen ihre IT vor Ausfallzeiten. Unsere Kunden bewerten uns auf Google mit 4,9 von 5 Sternen aus 27 Rezensionen.

Endlich ein IT-Partner, bei dem wir persönliche Ansprechpartner haben – und keine anonyme Hotline. Reaktionszeit stimmt, Kommunikation ist auf den Punkt.
Katrin B.
Steuerkanzlei · Hamburg
Google-Rezension
Die Migration in die Cloud lief geräuschlos. Wir konnten am nächsten Morgen einfach weiterarbeiten – so muss IT-Beratung sein.
Sven H.
IT-Verantwortlicher · Schleswig-Holstein
Google-Rezension
Wir haben mit ITS zum ersten Mal das Gefühl, dass jemand unser Geschäft wirklich versteht – nicht nur unsere Server.
Dr. Miriam K.
Geschäftsführung · Hamburg
Google-Rezension

Standorte in Hamburg und Schleswig-Holstein

Zwei Häfen.
Ein Team.

Wir können zwar auch Fernwartung, aber wenn Hilfe vor Ort nötig ist, sind wir genau da, wo Sie sind – und zwar schnell. Erreichbar, wenn andere Mittagspause machen: durchgehend Mo–Fr von 8:30 bis 18:00 Uhr.

Hamburg und Schleswig sind keine zwei Firmen mit gemeinsamem Logo. Es ist ein Team, das an zwei Orten sitzt – mit demselben Ticketsystem, denselben Werkzeugen und derselben Erreichbarkeit.

Der Unterschied zu vielen Systemhäusern in der Region liegt in der Bauweise: Wer sein Geschäftsmodell allein auf Cloud-Marge aufbaut, kann Ihnen keine Infrastruktur bauen, die auch ohne Hyperscaler läuft. Wir können beides – und sagen Ihnen offen, wann welcher Weg der richtige für Sie ist.

Unsere eigene Sicherheit lassen wir prüfen: Unser Managementsystem für Informationssicherheit ist nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 auditiert – ohne Abweichungen über alle zehn Normkapitel.

Alle Zertifizierungen & Partner
Was wir selbst betreiben, empfehlen wir auch
  • Virtualisierung ohne Lizenzsprung
    Proxmox im Eigenbetrieb – lange vor der VMware-Preiserhöhung.
  • Netzwerke, die man trennen kann
    Segmentierung mit VLANs statt flacher Netze.
  • Telefonie im eigenen Haus
    AGFEO-Fachhandel seit 1999, dazu Cloud-Telefonie, wenn sie passt.
  • Zwei-Faktor mit deutscher Hardware
    Reiner SCT für belastbare Authentifizierung.
  • Automatisierung im eigenen Netz
    Selbst gehostet, ohne Fremd-SaaS im Datenweg.

Wissenswertes

Häufige
Fragen.

Rund 748 Modelle – Drucker, Multifunktionsgeräte und Etikettendrucker. Brother stellt eine offizielle Betroffenheitsliste bereit; wir prüfen auf Wunsch Ihren gesamten Gerätebestand, inklusive der ebenfalls betroffenen Modelle von Fujifilm, Ricoh, Toshiba und Konica Minolta.Link zu dieser Frage und Antwort

Die kritischste Lücke (CVE-2024-51978) steckt im Herstellungsprozess: Das Standard-Admin-Passwort wird aus der Seriennummer abgeleitet und ist dadurch berechenbar. Bei bereits produzierten Geräten lässt sich das nicht per Update beheben – nur die manuelle Änderung des Admin-Passworts schließt die Lücke.Link zu dieser Frage und Antwort

Mit dem berechneten Admin-Passwort lassen sich Geräte übernehmen, gespeicherte Scans und Adressbücher auslesen, Zugangsdaten hinterlegter Dienste abgreifen und der Drucker als Sprungbrett ins Firmennetz nutzen. Drucker sind vollwertige Netzwerkgeräte – und werden bei der Absicherung oft vergessen.Link zu dieser Frage und Antwort

Wenn Sie das Admin-Passwort Ihres Druckers nie aktiv geändert haben, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit das verwundbare Standardpasswort. Im Zweifel: ändern. Wir übernehmen das für Ihren gesamten Bestand und dokumentieren die neuen Zugänge sicher.Link zu dieser Frage und Antwort

Drucker in die reguläre IT-Sicherheit einbeziehen: Inventarisierung, eigene Netzwerk-Segmente, Firmware-Pflege und starke Geräte-Passwörter. Wir richten das im Rahmen Ihrer IT-Betreuung ein – abgerechnet je angefangene 15 Minuten.Link zu dieser Frage und Antwort
Kontakt

Reden wir
Klartext.

Ein Anruf, eine Mail, ein Formular – suchen Sie sich aus, wie Sie uns erreichen. Wir melden uns innerhalb eines Arbeitstages.

Hamburg
040 / 88 16 597 – 0
Steilshooper Allee 80
22309 Hamburg
Schleswig
04621 / 530 92 – 0
Lutherstraße 2A
24837 Schleswig

Mit dem Absenden erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.